Teilgebiet der Medizin: die Chirurgie

chirurgieEin wichtiges Teilgebiet der Medizin ist das Gebiet Chirurgie. Das Gebiet Chirurgie umfasst neben einer Vielzahl von speziellen Anwendungen u.a. die Vorbeugung und Erkennung sowie die konservative und operative Behandlung von Krankheiten. Der Facharzt auf dem Gebiet Chirurgie operiert und entfernt bei akuten Erkrankungen und Verletzungen Organe und Teile davon, sowie Wucherungen und Fremdkörper. Auch das Gebiet der Implantation gehört zu den Aufgaben des Facharztes für Chirurgie. Nicht nur wegen des guten Ansehens in der Gesellschaft und den sehr guten Verdienstmöglichkeiten in der Branche, ist das Medizinstudium bei begabten Schulabgängern ein sehr gefragter Studiengang. Für das Medizinstudium gibt es mehr Bewerber als Studienplätze. Medizinstudiengänge sind bundesweit zulassungsbeschränkt. Vorrausetzung für das Medizinstudium ist, bis auf einige Bundesländer, die Allgemeine Hochschulreife mit einer Abiturnote zwischen 1,0 und 1,3, damit zum Erlangen eines Studienplatzes die Hürde NC (Numerus Clausus) genommen werden kann.

Aufgrund der vielfältigen Aufgaben gehört das Gebiet Chirurgie in der Medizin für viele junge Schulabgänger zum angestrebten Berufsziel. Das Medizinstudium endet mit dem Abschluss des Staatsexamens und der Erteilung der Approbation. Der Beruf des Arztes kann mit dieser Qualifikation ausgeübt werden. In der Regel wird die Ausbildung mit der Promotion abgeschlossen. Bei vielen Medizinern ist für die berufliche Laufbahn das Weiterbildungsziel zur Erlangung der Facharztkompetenz, z.B. auf dem Gebiet Chirurgie eingeplant. Die Weiterbildungszeit zum Facharzt beträgt i. d. R. 72 Monate.

Nach der Weiterbildungsverordnung aus dem Jahr 2008 umfasst das Gebiet Chirurgie in Deutschland verschiedene Fachrichtungen.

Neben der immer bedeutender werdenden Gefäßchirurgie, bei der der Facharzt den Eingriff an Blutgefäßen erlernt, wie zum Beispiel eine Varizen OP, werden Mediziner auf den Gebieten

  • Allgemeinchirurgie
  • Gefäßchirurgie
  • Herzchirurgie
  • Kinderchirurgie
  • Orthopädie und Unfallchirurgie
  • Plastische Chirurgie
  • Thoraxchirurgie und
  • Viszeralchirurgie

zu Fachärzten ausgebildet.

Auch die Fächer Urologie, Neurochirurgie, Gesichtschirurgie, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Mund-Kiefer-Chirurgie, Frauenheilkunde und Ophthalmologie gehören zum Gebiet Chirurgie.

Zum Gebiet Chirurgie gehört das wichtige Fach Gefäßchirurgie

Zu den Grundlagen auf dem Gebiet Chirurgie, die während des Medizinstudiums vermittelt werden, zählen die Wundbehandlung, Behandlung des traumatischen oder hämorrhagischen Schocks und Poytrauma mit allen pathophysiologischen Veränderungen, die Infektologie, Untersuchungstechniken, Gerinnung, perioperadives Management sowie allgemeines Komplikationsmanagement etc.

Erkrankungen durch angeborene und erworbenen Formveränderungen und Fehlbildungen der Gefäße treten in den letzten Jahren immer häufiger auf. Ein Hauptgrund für Gefäßerkrankungen ist die demografische Entwicklung und die damit verbundene Anstieg der Diabetes-Erkrankungen bei älteren Menschen. Die zum Gebiet Chirurgie gehörende Disziplin Gefäßchirurgie hat durch diese Umstände sehr stark an Bedeutung gewonnen.

Die Leistungsfähigkeit auf dem Gebiet Chirurgie ist besonders bei Gefäßerkrankungen ohne die hoch entwickelten Techniken der Anästhesie nicht denkbar. Der Chirurg hat durch die schonend angewendete Narkose Zeit seine Operation durchzuführen, ohne dass der Patient starke Schmerzen aushalten muss. Im Bereich Chirurgie steigt die Anzahl der operativen Methoden auch in den Bereichen, in denen bisher eher konservativ behandelt wurde. Das trifft besonders für den Bereich der Gefäßerkrankungen zu. Zur Behandlung von Fehlbildungen der Gefäße mit den entsprechenden Untersuchungsmethoden auf dem Gebiet der Chirurgie werden neben konservativen operativen Behandlungsverfahren besonders schonende Operationsverfahren verwendet und damit Durchblutungsstörungen, Herzinfarkte und Schlaganfall behandelt.

Sanfte Methoden auf dem Gebiet Chirurgie

In keinem anderen Land Europas wird so viel operiert wie in der Bundesrepublik Deutschland. Durch die Medien gerät das Gebiet Chirurgie in die Kritik, da immer häufiger über negative Patientenerfahrungen durch Fehler bei operativen Eingriffen berichtet wird, obwohl die Operationstechniken durch intensive Forschungsarbeit laufend zum Wohle des Patienten weiter entwickelt werden.

Die modernen Methoden auf dem Gebiet der Chirurgie bieten den Fachärzten mittlerweile sehr gute Möglichkeiten, durch sanfte Eingriffe Patienten mit schweren Krankheiten erfolgreich zu operieren.

Auf dem Gebiet Chirurgie kommen möglichst sanfte Verfahren zum Einsatz, die zum Ziel haben, gesundes Gewebe und Knochensubstanz beim operativen Eingriff weitgehend unangetastet zu lassen. Der Körper des Patienten soll während des Eingriffs durch den operierenden Facharztes so wenig wie möglich psychisch und physisch belastet werden. Diese modernen, gewebeschonenden Verfahren auf dem Gebiet der Chirurgie sind als minimalinvasive Eingriffe bekannt. Vorteil dieser minimalinvasiven Verfahren auf dem Gebiet Chirurgie ist neben der Vermeidung von Schmerzen und anschließenden Schwellugen auch die schnellere Wundheilung.

Bildquelle: © Depositphotos.com / Wavebreakmedia

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